Warum Dein Atem im Kinderwunsch eine wichtige Rolle spielt

 

Die wunderbare Kraft des Atems im Kinderwunsch

 

Du lebst, weil du atmest. 

Unser Atem ist ein ganz spannendes Thema - vor allem auch im Kinderwunsch. Darum möchte ich dir heute aufzeigen, wie wichtig und entscheidend der Atem ist und wie du ihn gezielt im Kinderwunsch einsetzen kannst.

Der Atem ist quasi die Essenz deines Körpers. Die Atemluft ist angereichert mit ganz viel Sauerstoff und versorgt deine Zellen, deine Organe und dein Blut mit allem, was es braucht. Wenn wir nicht ausreichend atmen und nicht genügend Sauerstoff in das Blut bekommen, dann ist es für den Körper in der Tat sehr schwierig, richtig zu funktionieren. 

Generell leistet unser Atem ganz wundervolle Dinge: nicht nur die Versorgung mit ausreichend Sauerstoff wird gesichert, sondern auch die Durchblutung ganz stark gefördert - vor allem, wenn wir ganz frei ein- und ausatmen können. Ja richtig, auch Ausatmen ist wichtig, weil wir dabei die verbrauchte Luft, also das was wir nicht mehr brauchen, wieder nach außen abgeben. Und mit jedem Ausatemzug gibt dein Körper nicht nur Kohlendioxid, sondern auch Gifte nach außen ab. Deine Lunge ist ein Entgiftungsorgan.

Ohne Atem gibt es kein Leben. Je befreiter und beweglicher du einatmen kannst und je gelöster und vollständiger dein Ausatmen ist, desto lebendiger und besser versorgt ist dein Körpersystem, desto besser durchblutet ist dein Herz, dein Gewebe, desto gefluteter von Sauerstoff sind deine Zellen.



Der Atem: Ein Zusammenspiel vieler Membrane

 

Einleitend möchte ich sogleich einmal näher auf dein Atemsystem eingehen. Natürlich ist unsere Lunge das zentrale Atemorgan, aber sie macht bei Weitem nicht die gesamte Arbeit: beim Atmen sind noch viele andere innere Bereiche deines Körpers beteiligt. Neber der Lunge spielen nämlich auch der Mund- und Rachenraum, der gesamte Nasenraum, die Luftröhre, der Kehlkopf, die Bronchien und das Zwerchfell eine wichtige Rolle. 

Vor allem das Zwerchfell ist sehr entscheidend, weshalb ich gerne ein wenig näher darauf eingehen möchte. Du kannst dir dein Zwerchfell wie ein kuppelartiges Gebilde vorstellen, das deinen Magen und deinen Herzraum voneinander abgrenzt. Es ist im Grunde genommen eine ziemlich großes, flächiges Gewebe, das sich auf und ab bewegen kann. Wenn dein Gehirn das Signal sendet, dass Bedarf an frischer Luft besteht, dann bewegt sich dein Zwerchfell in deinem Körper nach unten, während frische Luft eingesaugt wird und damit all deine Zellen mit Sauerstoff versorgt werden.

Aber das Zwerchfell ist lange nicht die einzige Membran in unserem Körper, die an der Atmung beteiligt ist. Es gibt noch mehr parallele Ebenen, die indirekt ebenso an der Atmung beteiligt sind: der Beckenboden, die Stimmlippen, dein Gaumen und das Cerebellum scellae (der Bereich unterhalb deines Gehirns). All diese Membranen sind miteinander verknüpft und stehen in direkter Wechselwirkung zueinander. Wenn eine dieser Membranen Spannung aufnimmt, dann tun das auch alle anderen. 


 

 

Wie fühlt sich dein Atem an?

 

Du kennst bestimmt folgende Situation: Du sitzt zum Beispiel im Auto, stehst im Stau, die Zeit wird knapper und knapper. Der Stress in dir breitet sich immer weiter aus. Was passiert dann in deinem Körper? Mit hoher Wahrscheinlichkeit hältst du die Luft an, du blockierst deine Atemwege und hältst dadurch alle Membranen unter Spannung. Vielleicht fällt dir gar nicht auf, dass du nur mehr ganz flach atmest oder dir der Atem stockt. Was du aber merkst, ist, dass dein Becken oder Nacken ganz steif wird und du ein beklemmendes Gefühl in der Brust entwickelst.

Falls dir diese Situation bekannt vorkommt, möchte ich dir heute einen Anstoß geben, damit du einmal bewusst auf deine Atmung im Alltag achtest. Wie atmest du und wie fühlt sich dein Atemfluss an? Kannst du frei ein- und ausatmen? Fühlt sich alles weich und lebendig an, oder hast du manchmal das Gefühl, dass du beim Ein- und Ausatmen eine Enge oder Druck auf der Brust verspürst?

Optimalerweise stellst du natürlich fest, dass dein Atem ganz frei fließt. Solltest du jedoch eher das Gefühl haben, dass sich alles eher eng und angehalten anfühlt, dann bist du damit nicht allein. Ich habe in den letzten 20 Jahren bei unglaublich vielen Menschen mit ihrem Atem und ihrer Stimme gearbeitet. Die meisten von uns atmen tatsächlich mit angezogener Handbremse: Wir atmen die meiste Zeit weder vollständig ein noch aus.



Die Rolle der Gedanken

 

Nicht nur die Physis allein hat Auswirkungen auf unseren Atem, sondern vor allem auch unsere Gedanken. Genauso wie Gedanken unsere Emotionen beeinflussen, wirken sie sich auch auf unsere Atemweise aus.

Wenn du zukünftig bewusst deinen Atem beobachtest, wirst du auch feststellen, dass er sich je nach Gefühlslage verändert. Stell dir zum Beispiel vor, du hast einen phantastischen Tag: Die Sonne scheint, du hast dich mit einer lieben Freundin getroffen und ihr habt wahnsinnig viel gelacht. Dann fühlst du dich leicht und frei und du kannst frei durchatmen. Und nun stell dir eine andere Situation vor: Du fährst morgens im Büro und kaum bist du angekommen, brüllt dich auch schon dein Chef an. Sofort merkst du, wie sich dein Zwerchfell, der Bereich unterhalb des Rippenbogens (Magengegend), anspannt und du das Gefühl bekommst, nicht mehr richtig durchatmen zu können. Allein die Vorstellung dieser beiden Szenarien kann dies in uns auslösen. Du merkst also - deine Gedanken haben einen gewaltigen Einfluss auf deine Atmung.



Wie deine Kinderwunschgedanken deinen Atem beeinflussen

 

Genauso verhält sich das auch mit deinen Kinderwunschgedanken. Auch sie beeinflussen dein Körpergefühl und die Art und Weise wie du atmest. Wenn du vielleicht noch ganz am Anfang deines Kinderwunsches stehst und noch viel ausprobierst, dann hast du sicher noch sehr viele positive Gedanken: Vorfreude, positive Spannung, Neugierde usw. Wenn du jedoch schon länger versuchst, schwanger zu werden oder vielleicht auch schon traurige Erfahrungen gemacht hast, dann verknüpft dein Gehirn mit dem Kinderwunsch all diese Gefühle. Das wirkt sich dann wiederum direkt auf deinen Atem aus.

Ich möchte heute natürlich nicht nur darüber reden, wie sich deine Gedanken im Kinderwunsch und dein Atem gegenseitig beeinflussen, sondern dir auch konkrete Tipps geben, was du tun kannst. Im Folgenden gebe ich dir daher drei kleine Schritte an die Hand, wie du wieder mehr Bewusstsein für deine Atmung schaffst und damit deinen Kinderwunsch positiv beeinflusst.



3 Schritte für eine bewusste und freie Atmung im Kinderwunsch

 

Schritt 1: Bewusstes Beobachten

Beobachte in deinem Alltag immer wieder: Wie atme ich gerade? Wie fühlt sich der Atem an? Ist er gehalten oder ist er frei? Atme ich flach oder in tiefen Atemzügen? Wie verhält sich mein Atem wenn ich sitze, stehe, liege, arbeite oder telefoniere? Wichtig dabei ist: beobachte einfach - ohne zu bewerten. Nimm deinen Atem wahr und fühle tief in dich hinein.

 

Schritt 2: Bewusste Atempausen

Nachdem du deine Aufmerksamkeit fokussiert auf deine Atmung gelenkt hast, nutze den Moment, um eine kleine Atemübung dranzuhängen. Nimm dir am Tag drei bis fünf kurze Atemauszeiten von jeweils 30 bis 45 Sekunden. Während dieser Zeit atmest du bewusst durch den Mund ein und aus. Achte darauf, dass dein Kiefer dabei locker bleibt. Du wirst merken, wie sich dein Kehlkopf und deine Nackenmuskulatur enstapnnen - herrlich!

 

Schritt 3: Vertiefende Atemübung

In diesem Schritt kannst du die obige Übung noch weiter vertiefen: Lege während der Atemübung deine Fingerkuppen hinter die Ohren und mache kleine Kreise, während du wieder durch den Mund ein- und ausatmest. Alternativ dazu kannst du dir auch ganz sanft über das Brust- und Schlüsselbein klopfen.

 

Hab viel Freude beim Ausprobieren! Ich wünsche dir einen wundervollen Tag und hoffe, wir sehen uns ganz bald wieder,

Caroline

 

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